Projektwerkstatt

DIREKTE AKTIONEN GEGEN WAHL & HERRSCHAFT

Straßentheater & Co.


1. Einleitung
2. Wahlboykott
3. Wahlplakate
4. Wahllokale zum Aktionsort machen
5. Kommunikationsguerilla, Subversion
6. Straßentheater & Co.
7. Mehr Aktionsideen
8. Alles zusammen: Die Mischung machts
9. Links

Überidentifikation: Als schrille Partei auftreten
Am 5.02.02 gab‘s auf dem Krefelder Neumarkt was zu sehen und zu hören. Ein Mega-Event!

Die „D.eutsch-Nationalistische Unternehmerfreundliche M.ilitaristische M.achtgeile Partei“ startete als erste Partei in Krefeld ihren Bundestagswahlkampf 2002. Krefeld erlebte einen spektakulären Wahlauftakt. Mit ihrem Spitzenkandidaten Edmund Schröder (Spitzname: Der weiße Riese) startete die Partei „junger, aufstrebender Erfolgspolitiker“ inhaltlich heftig- deftig in das Mega-Wahljahr 2002.“Ein Herz für Nato“ leuchtete in großen weißen Buchstaben auf Nato-blauen Hintergrund. Diese autoritäre Message und andere wurden den KrefelderInnen entgegengeschmettert: „Bringt die Friedensfanatiker zum Schweigen! „Diejenigen unter Euch, welche das Spektakel miterlebten, haben wohl gedacht: Das meinen die doch nicht ernst!!! - Stimmt!!!

Die bemerkenswerte Kundgebung war eine ironische Aktion gegen Militär und (Nato-)Kriegpolitik. Gestartet wurde sie durch AktivistInnen des Antikriegs-Bündnisses Krefeld, hauptsächlich aus der „Stadtteilgruppe [K.R.]-City“. Nach dem Prinzip: Wir sagen einfach, was die Bonzen immer labern, nur viel offener und noch asozialer.

Daher ging ‘s mit deutschtümelnder, militärgeiler Hetze für Angriffskriege und gegen die „Friedensfanatiker“. Diese wurden von einigen AntimilitaristInnen „gespielt“. Aber die auf das Schleimigste gestylten jungen „Erfolgspolitiker“ Edmund Schröder, Gloria von Turn und Gymnastik und Sepp Gruber (mit blau-weißer Fliege) reagierten auf jeden Protest. Sie schimpften, brüllten: „Ab in‘s Arbeitslager!“ und hetzten ihre Securities auf die Feinde des unternehmerfreundlichen Militärstandorts Deutschland.

Für das mega-harte Vorgehen der Münchener Behörden gegen Demonstrierende beim Nato-Gipfel am 5.02.02 lobten die D.U.M.M.-Politiker Münchens OB und Edmund Stoiber in den rechtesten Tönen: „Bayern geht in die richtige Richtung! Friedensaktivitäten müssen überall verhindert werden. Am besten mit Bundeswehreinsätzen in den Innenstädten.“

Das Gipfel-Gepoker der Nato-Warlords in München war der Anlass für die Spaß-Guerilla-Aktion

Die Partei
Ein bisschen ähnlich ist das Titanic-Projekt „Die Partei“, die mit absurden Forderungen, Plakaten und Aktionen (z.B. Wiedererrichtung der Mauer) auftritt.

Schafherden-Umzug
Mit vielen Menschen als Schafe verkleiden (mit viel Watte?) und dann als Herde dorthin gehen, wo so ne Herde halt hingehört: Wahlstände, Parteibüros etc. Eine blökende Herde "Stimmvieh", die einen Parteistand blockiert oder in Parlamente rein "rockt", kommt sicher nicht übel und ergänzt die ganze Schaf-Metaphorik um eine Blockade-/ Störmöglichkeiten.

Trauermärsche
Während der letzten Hochrechnungen wandert ihr als Trauermärsche durch eure Stadt (mit Abstecher zu Wahlparties?), um zu beklagen, dass sich wieder mal nichts geändert hat und so viele Menschen auf den Wahlquark herein gefallen sind. Nach der Wahl eine Schweigedemo machen, Münder symbolisch zu kleben, Motto: "Wir haben unsere Stimme abgegeben, jetzt haben wir nichts mehr zu sagen!" Oder auch schon vorher in Ämter, Behörden latschen und rumnerven: "Wo kann ich hier meine Stimme abgeben? Hab ich dann überhaupt noch was zu sagen?" Die Alternative wäre, einige Tage vor der Wahl eine etwas andere Prozession durchzuführen: Die Demokratie beerdigen ... für selbstbestimmtes Leben!

Der Parlamentarismus ist Kot
Fähnchen von Parteien einsacken und flächendeckend in Hundehaufen rein stecken, am Besten von allen Parteien eines ... dabei in offizieller Kleidung Stadtangestellter (z.B. grell-orangene Weste ... so als wärt ihr Arbeitslose in einer GZA-Massnahme o.ä.) durch Parks usw. latschen, auffällig verhalten, Gespräche mit PassantInnen provozieren, amüsieren und inhaltlich vermitteln.

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