Projektwerkstatt

KOHLE, KLIMA, KATASTROPHEN: RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN VON ABBAU UND VERFEUERUNG

Gesteigert: Kohleabbau international & Kohleverstromung in Deutschland


1. Klimawandel
2. Braunkohle
3. Gesteigert: Kohleabbau international & Kohleverstromung in Deutschland
4. Den Klimawandel leugnen
5. Gegenvorschläge: Kohleausstieg, Energiewende und Utopien
6. Links und mehr

Kohleverstromung weltweit und in Deutschland steigt!
Braunkohle blamiert die deutsche Energiewende in der weltweiten Presse
Wie Braunkohlestrom die Erreichung der Klimaziele in Deutschland in Frage stellt und die Umsiedlung ganzer Dörfer erfordert, war in den vergangenen Tagen auch Thema der US-amerikanischen Medien National Geographic und New York Times. Damit blamiert der aktuelle Braunkohle-Boom die deutsche Energiewende international und schadet dem Ruf des deutschen Atomausstiegs in der Welt. Die Journalisten hatten zuvor die Lausitz besucht, um sich einen Eindruck zu verschaffen:

Die Rückkehr der Kohle: Dokumentation im NDR
Am 24. Februar 2014, 22:00 bis 22:45 Uhr zeigte der NDR die Dokumentation "Die Rückkehr der Kohle". Kohleboom statt sauberer Energie : Wie konnte es dazu kommen? Die NDR Autoren Inge Altemeier und Steffen Weber begeben sich auf eine spannende Spurensuche, denn heutzutage wird so viel Strom aus Kohle produziert wie zu Zeiten, als die Braunkohlemeiler der damaligen DDR noch am Netz waren. Zudem ist Kohlestrom für die Industrie so billig wie schon lange nicht mehr. Für den normalen Verbraucher allerdings steigen die Strompreise und mehr noch: Diejenigen, die in der Nähe eines Kohlekraftwerks leben, kämpfen immer häufiger mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zum Beispiel Familie Köhler aus Lünen, die in der Dokumentation begleitet wird. Kinder und Eltern leiden unter chronischen Atemwegerkrankungen. Nach Meinung des behandelnden Arztes liege dies an den Schadstoffen aus den Kühltürmen der Kohlekraftwerke. Neueste Studien belegen diesen Zusammenhang und gehen davon aus, dass moderne Kohlekraftwerke sogar noch gefährlicher seien. Der Film geht auch der Frage nach, wer dafür die Verantwortung trägt."

Aus" Neue Kohlekraftwerke: 300 Milliarden Tonnen CO2 nicht mehr zu verhindern", auf: Spiegel Online, 27.8.2014
Wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll, darf bis zum Jahr 2100 nur noch eine bestimmte Menge an CO2 in die Atmosphäre gelangen. Doch allein die vorgesehenen Emissionen aus der Verstromung fossiler Brennstoffe werden große Teile dieses Budgets auffressen, wie die Studienautoren Steven Davis und Robert Socolow vorrechnen. ...Besserung ist nicht in Sicht, wie Davis und Socolow betonen: "Trotz der internationalen Bemühungen um eine Senkung der CO2-Emissionen sind die Ausstoß-Festlegungen im globalen Stromsektor in keinem einzigen Jahr seit 1950 gesunken", schreiben die Forscher. Im Gegenteil: Sie seien zwischen 2000 und 2012 im Jahresmittel sogar um vier Prozent gestiegen. ...
So prophezeit die IEA, dass Kohle bis Ende des Jahrzehnts Erdöl als wichtigsten Energieträger der Menschheit ablösen wird. "Wir sind weit davon entfernt, das Problem des Klimawandels zu lösen, und investieren massiv in Technologien, die das Problem verschlimmern", erklärt Davis. "Weltweit haben wir im letzten Jahrzehnt mehr Kohlekraftwerke gebaut als in irgendeinem früheren Jahrzehnt, und die Schließung älterer Anlagen hält mit dieser Expansion nicht Schritt."

(IEA = Internationale Energieagentur)

Kohleverschiffung weltweit

Klimaschutz und Imperialismus
RWE und Klimaschutzprojekte international (von RWE-Internetseiten)
RWE Power investiert in und beteiligt sich an Klimaschutzprojekten im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI). CDM bezeichnet den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern, JI steht für die Gemeinsame Projektumsetzung von Industrieländern.
Wir finanzieren Projekte im Rahmen des CDM und JI, beraten, oder bringen unsere technische und CDM-Expertise in die Projektbegleitung mit ein.
In jedem Fall sind wir an dem Erwerb von Certified Emission Reductions (CERs) aus CDM-Projekten und Emission Reduction Units (ERUs) aus JI-Projekten interessiert.


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