Projektwerkstatt

ANGEGRIFFEN, ANGEKLAGT, VERURTEILT - DIE MIESEN TRICKS DER STAATSMACHT

Ella - der Dokufilm gegen die Lügen von Polizei und Justiz


1. Ella - die Lügen einer Staatsmacht, die einschüchtern will
2. Solidarität mit Ella ... und allen Gefangenen!
3. Inhaftierung und Gerichtsverfahren gegen Ella
4. Die Tricks, die Strafe und die Gegenbeweise - juristisch bewertet
5. Ella - der Dokufilm gegen die Lügen von Polizei und Justiz
6. Orte und Zeiten für die Filmvorführungen von "Ella"
7. Berichte, Ankündigungen und Besprechungen zum Film


Am 1. Oktober 2021 wurde an vielen Orten ein Film uraufgeführt zum gesamten „Fall Ella“ und den dahinterstehenden Skandalen, Lügen usw. Mit Hilfe der vorhandenen Videos und weiterer Erklärungen zeigt er, wie alles abgelaufen ist und warum Anklage, Haftgründe und die gesamte Beschuldigungsstory eine Lüge sind. Der Film beginnt mit Passagen über die politische Einordnung (Protest gegen A49, Form der Auseinandersetzung/Räumung, Ziele repressiver Einschüchterung). Dann folgen anhand der Bilder von einer präzisen Nachstellung und den Originalvideos genaue Nachweise, dass die Darstellungen von SEK-Beamten, Staatsanwaltschaft und Gerichten falsch waren und die Lügen geplant, um ein Abschreckungsopfer zu kreiieren.

Vorschlag für einen Ankündigungstext
Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den Abläufen bei der Räumung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und Kniestößen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. Geschwärzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, Widersprüche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten Vorwürfen Tage oder Wochen später zu Missverständnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritär-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestärkt wurden. Der Alsfelder Richter Süß machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwächte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenüber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und überregionaler offen für den Autobahnbau eintritt – doch für ihn galt die erfundene Regel politischer Neutralität nicht.

Ankündigungen: FR ++ Neues Deutschland ++ Gießener Allgemeine


Gießener Anzeiger am 25.8.2021

Der Film „Ella“ ist eine Antwort auf die Justizskandale. Solidarische Zusammenhänge haben in akribischer Recherchearbeit diesen Dokumentationsfilm erstellt, der klar belegt, was an dem verhängnisvollen 26.11.2020 im Dannenröder Wald wirklich geschah. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht wollten die Beweise für die Lügen der Polizei weder bei den Haftprüfungen noch in der ersten Instanz des Gerichtsverfahrens zur Kenntnis nehmen.
Der Film wird sie zeigen. Er wird am 1. Oktober, dem Jahrestag des Polizeiangriffs auf die Waldbesetzung, an gleichzeitig sehr vielen Orten aufgeführt - und Ihr könnt dabei sein.

Idee und Vorgehen
Am Freitag, den 1. Oktober 2021 wurde mit ungefähr gleicher Uhrzeit an gaaaaaanz vielen Orten drinnen oder OpenAir der Film uraufgeführt. Ziel war, hundert oder mehr solcher Vorführungen zu organisieren – überall in Kinos, als Demo, in Veranstaltungsräumen, politischen Zentren, auf Wagenplätzen, Protestcamps, vor Gefängnissen und gerne in größeren Städten auch an mehreren Spielorten gleichzeitig. Dafür wurde dann sowohl lokal als auch überregional geworben, so dass ein wirksames Ereignis entsteht. Die Vorführungen sollten frühestens um 17 Uhr beginnen, konnten aber auch später am Abend terminiert werden.
Damit alles gelang, mussten voeher Zeit viele Menschen/Gruppen passende Ort klarmachen oder Veranstalter finden – von OpenAir als angemeldete Demo oder politische Zentren bis zu Uniräumen oder Kinos. Dann breit einladen - auch die Medien. Begleitend sollten alle, die können und wollen, auch bundesweit dafür trommeln. Es gab eine bundesweite Presseinfos und gibt eine ständig aktualisierte Liste der Spielorte.

Du willst eine Vorführung organisieren?
Dann kümmere dich um Raum bzw. Demoanmeldung (für OpenAir oder so), Technik usw. Wenn du willst, melde dich unter kobra@projektwerkstatt.de mit genauer Uhrzeit und Ort. Dann wird euer Termin und Ort in unserer Liste der Spielorte veröffentlicht und du erhältst Zugangsdaten zu den Filmdateien (Downloadlink für HD-mp4-Datei und FullHD-mp4).

Die Seite mit Orten und Uhrzeiten der Filmvorführungen

Zum Film selbst
Der Film ist 58:14 Minuten lang. Er wurde von Unterstützer*innengruppen und Teilen des Verteidigungsteams von Ella erstellt. Seitens des Staates und insbesondere der Strafverfolgungsbehörden wird ein Interesse bestehen, die Fakten des Films zu vertuschen, denn inzwischen geht es nicht mehr nur um die Abschreckung, sondern auch um die Vertuschung eines Justizskandals und der durch Falschaussagen, falsche Beschuldigungen und Freiheitsberaubung begangenen Straftaten. Daher scheidet eine Vorabfreigabe aus. Die Vorführung des Filmes ist legal.
Der Film wird im HD- und FullHD-Format als MP4-Datei bereitgestellt. Es erfolgt kein offizieller Verleih, da das Projekt nicht-kommerziell organisiert ist. Er wird folglich auch kostenfrei zur Verfügung gestellt und darf beliebig weiterverwendet werden - auch nach dem 1.10.

Brisanter Film entlarvt Lügen einer politischen Justiz: Ella - seit 10 Monaten in Haft!
Der folgende Text war eine Ankündigung der Uraufführung:
Am 1. Oktober 2021 wird an vielen Orten ein Film uraufgeführt, der es in sich hat. Er entlarvt eine Vielzahl von Lügen und Fälschungen rund um die Verhaftung einer bis heute unbekannten Person im Dannenröder Wald. Videos einer präzisen Nachstellung und der Geschehnisse vor Ort, eingeblendete Dokumente und rechtliche Erläuterungen zeigen, wie die Räumung zwecks Bau der A49 und speziell die Festnahme von "Ella", wie die unbekannte Person genannt wird, ablief. Die Beweise, dass Anklage, Haftgründe, das erstinstanzliche Urteil, die Aussagen der beteiligten SEK-Beamten und die gesamte Beschuldigungsstory eine Lüge sind, wirken erdrückend. "Der Film muss zur Freilassung von Ella führen - und zu umfangreichen Ermittlungen wegen Falschaussage, Freiheitsberaubung, Rechtsbeugung und Verfolgung Unschuldiger", heißt es aus dem Kreis der Menschen, die das Material für den Film zusammengetragen und die Entwürfe immer wieder beraten haben.
Am 1. Oktober, dem Jahrestag des Beginn der Räumung und Rodung auf der besetzten A49-Trasse, soll der Film nun uraufgeführt werden - zeitgleich an vielen Orten. Mit dabei sind OpenAir-Vorführungen um 18 Uhr an der JVA Frankfurt-Preungesheim, wo Ella gefangengehalten wird, am Dannenröder Wald um 19 Uhr und um 20 Uhr vor dem Landgericht Gießen, wo die Berufungsverhandlung stattfinden würde. Die Dokumentation beginnt mit Passagen über die politische Einordnung (Protest gegen A49, Form der Auseinandersetzung/Räumung, Ziele repressiver Einschüchterung). Dann folgen anhand der Bilder einer Theater-Nachstellung und den Originalvideos sehr präzise Nachweise, dass die Darstellungen falsch waren und die Lügen geplant, um ein Abschreckungsopfer zu kreiieren. Am Ende erfolgt der klare Aufruf, Ella sofort freizulassen und den Skandal aufzuklären.

Link zum Youtubefilm ++ Aufzeichnung nur der Nachstellung ++ Trailer ++ Extraseite mit Infos zum Film
Film in HD mit Downloadmöglichkeit (720p) ++ Full-HD (1080p)

Die Filmvorführung kann eingebettet sein in mehr:
  • OpenAir-Vorführung im Rahmen einer angemeldeten Versammlung – dann kann Drumherum auch noch mehr passieren.
  • Vorfilm zum Danni-Protest?
  • Nach dem Film Diskussionsveranstaltung z.B. mit Menschen, die bei der Waldbesetzung oder sogar im Dorf Nirgendwo dabei bzw. mit Menschen, die Ella seit Monaten unterstützen oder beim Prozess in Alsfeld dabei waren. Wir werden versuchen, Referentis zu vermitteln (bitte meldet euch, wer bereit wäre, bei einer der Vorführungen als Gast dabei zu sein).
  • Anschließend kann die Möglichkeit bereitgestellt werden, den Film auf mitgebrachte Datenträger zu kopieren, um seine Verbreitung sicherzustellen.
  • Und alles mögliche Andere passt auch: Küfa, Vokü, (spontane) Aktion nach dem Film auf der Straße usw.

Selbstverständlich kann der Film auch danach noch gezeigt werden bei anderen Gelegenheiten. Für eine große Wirkung ist aber wichtig, dass am 1. Oktober viel passiert.

Warum der 1. Oktober?
Im (bisherigen) Verteidigungsteam von Ella, welches vor allem aus Gießener Aktivistis besteht, hatten wir uns auf den 1. Oktober 2021 als Ur-Aufführungstermin geeinigt. Das hatte mehrere Gründe:
  • Der Termin sollte so früh wie möglich sein, um Druck auf die Repressionsbehörden auszuüben und eine Haftentlassung von Ella zu erreichen.
  • Der 1. Oktober war der erste Jahrestag des Angriffs auf die Waldbesetzungen gegen die A49 (Räumungs- und Rodungsbeginn im Herrenwald).
  • Zudem war der 1. Oktober ein Freitag. An jedem ersten Freitag im Monat findet an der JVA Preungesheim eine Soli-Demo für die Freiheit von Ella und allen statt. So bestand die Möglichkeit, dort den Film zu zeigen, z.B. an der Gefängnismauer.

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Kommentare

jb am 09.01.2022 - 16:59 Uhr
Leider nein. Es gibt einen die Übersetzung des Textes (siehe Link auf der Seite). Aber das Einfügen als Untertitel ist zu aufwändig als dass wir das eben mal so hinkriegen konnten.

A am 09.01.2022 - 14:02 Uhr
Hallo, gibt es den Film auch mit englischen Untertiteln?
Danke fuer all eure Arbeit! Solidaritaet!


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