Verkehrswende

VERKEHRSWENDE DURCHSETZEN ... AKTIONEN, GRUPPEN, NETZWERKE USW.

Der Überblick: Wo werden neue Straßen geplant/gebaut


1. Gedanken zu Aktionskonzepten und -zielen
2. Neue Straßen verhindern - alte rückbauen!
3. Besetzt: Geschichte der Wald- und Wiesenbesetzungen gegen neue Verkehrsprojekte
4. Der Überblick: Wo werden neue Straßen geplant/gebaut
5. Autokonzerne angreifen!
7. Sich vernetzen, gegenseitig unterstützen, gemeinsame Aktionen planen
8. Materialien (Broschüren, Ausstellungen, Flyer ...)



Oben: Karte der Aktionen gegen Straßenplanungen, Baustellen usw. (Infos per Klick) - erstellt aus aktivistischen Kreisen
Unten: Karte zu den Straßenülanungen - was die Bundesregierung alles so vor hat (Tabelle mit Suchfunktion)


Wo wird gebaut? ++ Aktionsideen gegen neue Straßenbauten ++ für eine Verkehrswende

Wo neu gebaut wird / werden soll - eine Auswahl

Die folgende Liste wurde im Januar 2021 erstellt, wird aber nur hinsichtlich konkreter Angaben zu Widerstandsprojekten aktualisiert, da die obige Karte mit Klicks zu mehr Infos alles andere ersetzt.
Um bundespolitisch für eine Verkehrswende den Druck zu erhöhen macht es Sinn, Autobahnen und große Bundesstraßen-Neubauprojekte in den Fokus zu nehmen. Gleichzeitig haben auch kleinere Straßen, die für den Straßenbau nötigen Rohstoffabbaugebiete und die verkehrserzeugenden Gewerbegebiete u.ä. oftmals verheerende Umweltauswirkungen.
Lokale und regionaler Protest, auch in Form kreativer Aktionen, ist überall nötig. Es kann aber vermutlich nicht an jeder Stelle eine lange Besetzung organisiert werden. Daher macht Eingreifen vor allem dort Sinn, wo aktuell gebaut und Umwelt direkt zerstört wird bzw. das unmittelbar bevorsteht. Gleichzeitig sollten die Projekte, die in Planung sind, im Blick behalten und mittels Öffentlichkeitsarbeit, Petitionen, Klagen usw. verhindert oder verzögert werden. Durch den wachsenden direkten Widerstand gegen Straßenbau erhöht sich der Gesamtdruck für eine Verkehrswende. Das macht die Projekte, die bislang nur in Planung sind, unwahrscheinlicher.

Autobahnen
  • A1
    Projekt: Lückenschluss in der Eifel (ca. 26 Kilometer)
    Kosten: mindestens 400 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Sehr hohe, nicht ausgleichbare ökologische Risiken. Großflächiger Verlust von land- und forstwirtschaftlicher Nutzfläche
    Gegenargument: Unzureichender Bedarfsnachweis
    Aktuelle Situation: In Betrieb 748 km, in Planung 26 km, im Bau 0 km

    Widerstand: eingeschlafen, soll aber wiederbelebt werden ++ Unterstützung: Aktivistis
    web.archive.org/web/20160811134259/
    www.bekoba-web.de/a1-baustopp

  • "Sterkrader Wald bleibt!" gegen A3
    Projekt: Autobahnkreuz Oberhausen
    www.bvwp-projekte.de/strasse/A3-G70-NW-T3-NW/A3-G70-NW-T3-NW.html
    Kosten: 275 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Für den Ausbau des Autobahnkreuzes sollen rund 5000 Bäume gefällt werden. Für den Um- und Ausbau des Autobahnkreuzes sollen ca. 3,8 ha Boden dauerhaft versiegelt werden, ca. 11,03 ha Wald und Gehölze gerodet und ca.17,85 ha gewachsene Grünstrukturen (Äcker, Gärten, Straßenbegleitgrün) entfernt werden. Insgesamt bezieht sich der Eingriff auf 32,65 ha nichtversiegelte Fläche.
    Aktueller Stand: In Planung

    Widerstand: Umtriebiger lokaler Widerstand. Die Vereine und Initiativen wollen vor allem den Sterkrader Wald retten.
    www.facebook.com/Sterkrader-Wald-Bleibt-100278771912475

  • A 14
    Projekt: 155 Kilometer Neubau Magdeburg-Ludwigslust (A24)
    bvwp-projekte.de/strasse/A14-G20-ST-BB/A14-G20-ST-BB.html#h1_lage
    Kosten: 1,4 bis 1,7 Milliarden Euro
    Umweltfolgen: 14 Naturschutzgebiete von höchstem Status betroffen.
    Gegenargument: Völlig überhöhte Verkehrsprognosen; Alternativen wurden nicht geprüft
    Alternative: Ausbau vorhandener paralleler Bundesstraßen (B189, B5) plus Ortsumgehungen
    Aktueller Stand: In Planung 77,2 km, In Bau 25,6 km

    Widerstand: aktiv, Besetzungen und mehr in Planung ++ twitter.com/KeineA14
    Aktionen gegen die A14-B190N-A39: www.verkehrswende-elbe-altmark.de/

  • "A20 nie" gegen A 20
    Projekt: Weiterführung von Bad Segeberg nach Westen bis Westerstede (ca. 200 Kilometer)
    Kosten: mindestens 3 Milliarden Euro (davon 1,3 Milliarden Elbunterquerung)
    Umweltfolgen: Zerschneidung ökologisch besonders wertvoller Räume
    Gegenargument: Überhöhte Prognosen der Verkehrsströme
    Alternative: Ausbau vorhandener Straßen; Verlagerung von Containertransporten auf Seeschiffe
    Aktuelle Situation: In Planung 200,4 km, In Bau 0 km

    Widerstand: sehr aktiv, mehrere BIs entlang der Trasse ++ Unterstützung: Aktivistis, Campact A20-nie.de

  • Bündnis "Vorfahrt für den Klimagürtel" gegen A21, B404, B202, B502 im Raum Kiel
    Projekt: www.bvwp-projekte.de/strasse/B202-G20-SH/B202-G20-SH.html
    Mehrere Straßenprojekte im Zusammenhang mit dem Ausbau der B404 zur A21 (BVWP fest disponiert) nach Kiel. Sog. "Südspange" (Neubau B202) als Anbindung der A21 an die B76 durch den historischen Grüngürtel der Stadt (BVWP vordringlicher Bedarf) sowie deren Weiterführung nach Norden als "Ostring 2" (Neubau B502, weiterer Bedarf). Außerdem Neubau Nebenstrecke für A21 (innerörtlicher Verkehr), die ebenfalls durch Naherholungsgebiet laufen würde.
    Gegenargumente u.a.: z.T. 50 Jahre alte Planungen, die mit sehr zweifelhaftem verkehrlichen Nutzen den Grüngürtel zerschneiden.
    Aktueller Stand: Vorplanungen auf Kieler Gebiet, A21 südlich bereits im Bau.

    Widerstand: sehr aktiv. Bündnis (seit 2019) besteht aus 19 Organisationen & Inis, außerhalb des Bündnisses weitere Gruppen am Widerstand beteiligt.
    klimaguertel-kiel.de ++ bielenbergkoppel.de ++ www.facebook.com/klimaguertel, twitter.com/BieBeKoppelKiel ++ twitter.com/suedspange_stop

  • BUND/NABU gegen A 26
    Projekt: Stadtautobahn im Süden von Hamburg
    www.bvwp-projekte.de/strasse/A26-G10-HH/A26-G10-HH.html
    Aktuelle Situation: Akute Gefahr des Weiterbaus

    Widerstand: www.bund-hamburg.de/keine-neue-stadtautobahn/
    hamburg.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/stadtentwicklung/verkehr/17513.html

  • A33 (Nordumfahrung von Osnabrück)
    Aktuelle Situation: Akute Gefahr des Weiterbaus

    Widerstand: Es gab Protestaktionen von FridaysforFuture

  • "Keine A39" (Dachverband verschiedener BIs) gegen A 39
    Projekt: 105 Kilometer Neubau Lüneburg–Wolfsburg
    www.bvwp-projekte.de/strasse/A39-G10-NI/A39-G10-NI.html
    Kosten: 1,1 Milliarden Euro
    Umweltfolgen: Zahlreiche EU-Schutzgebiete sowie geschützte Arten betroffen
    Gegenargument: Nutzen-Kosten-Verhältnis zu gering; kaum Entlastungswirkungen
    Alternative: Optimierung der parallelen B4
    Aktuelle Situation: In Planung 104,8 km, im Bau 0 km

    Widerstand: aktiv ++ Unterstützung: Aktivistis, Umweltverbände vernunftbuerger.blogspot.com ++ www.hohnstorf-2011.de
    keine-a39.blogspot.com ++ twitter.com/zukunftswege

  • A 44
    Projekt: 70 km von Kassel nach Eisennach
    Kosten: 2,8 Milliarden Euro (Stand 1.1.2020)
    Umweltfolgen: Zahlreiche EU-Schutzgebiete sowie geschützte Arten betroffen.
    Gegenargument: Nutzen-Kosten-Verhältnis zu gering; kaum Entlastungswirkungen
    Parallelautobahnen A 4 im Süden ud A 38 im Norden kaum 50 km entfernt.
    Die A44 ist die unnötigste und teuerste Autobahn mit den meisten Tunneln nördlich der Alpen.
    Aktueller Stand: In Planung 15 km, Im Bau 39,5 km, sehr weit fortgeschritten.

    Widerstand: im Osten größter Widerstand in Kassel/Kaufungen: Es soll die Autobahn dort noch durch den Stiftswald gebaut werden. 160 ha Wiesen und Ackerland sowie 60 ha Wald sollen versiegelt werden.
    Planfeststellung läuft. Einwendungsfrist ab Ostern 2021.
    Kaufunger BI gegen die A 44, keineA44.de (im Aufbau) Twitter: @keineA44
    telegram: t.me/keine_A44

  • A 46
    Projekt: 19,4 Kilometer Neubau Hemer-Neheim
    www.bvwp-projekte.de/strasse/A46-B7-G41-NW-T1-NW/A46-B7-G41-NW-T1-NW.html
    Kosten: 300 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Beeinträchtigung von FFH- und Naherholungsgebieten Die Trasse würde zu massiven Beeinträchtigungen der FFH-Gebiete Luerwald und Ruhrtal führen. Das beliebte Mendener Naherholungsgebiet ‚Waldemei‘ würde zerstört.
    Gegenargument: Entlastung Ruhrgebiet gescheitert; Binnenverkehr dominiert
    Alternative: Innerstädtische Verkehrslösungen; evtl. lokale und stadtnahe Lösungen für Hemer. Es gibt zur Verbesserung der Verkehrssituation in Hemer mit einer zweispurigen Nordumfahrung inklusive einer Tunnellösung eine taugliche bauliche Alternative.
    www.wp.de/staedte/menden/a-46-autobahn-in-menden-hemer-und-arnsberg-allenews-id228642311.html
    Aktuelle Situation: In Planung ++ www.giga46.info/

  • "Waldstattasphalt" und weitere Gruppen gegen A 49
    Projekt: 42 Kilometer Neubau Neuental - Gemünden
    Kosten: 550 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Belastung von Erholungsgebieten, Trinkwasserversorgung in Gefahr, Zerstörung des Dannenröder Forst und anderer Waldgebiete.
    Gegenargument: Zieht zusätzlichen Transitverkehr an; Sogwirkung nach Kassel und Gießen
    Alternative: Vorhandene A7 und A5 nutzen; evtl. Optimierungen an der B3
    Aktueller Stand: Im Bau 11,8 km, In Planung 30,8 km

    Widerstand: stoppa49.org ++ twitter.com/keinea49
    waldstattasphalt.blackblogs.org ++ keine-a49.siehe.website

  • "Interessengemeinschaft (IG) Stoppt A52" gegen A 52
    Projekt: Autobahn durchs Ruhrgebiet
    de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_52
    www.buergerforum-gladbeck.de/images/docs/WAZ/2020-02-19_WAZ_Gruene-gegen-A52.pdf

    Widerstand: stoppta52.de/ ++ stoppt-a52-gladbeck.de/ ++ www.a52stoppen.de

  • A 98
    Projekt: mind. 2-streifiger Neubau (31 Kilometer); Rheinfelden-Tiengen (div. Bauabschnitte)
    Kosten: 420 bis 470 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Führt durch bisher unzerschnittenes Gebiet
    Gegenargument: Zu wenig Transitverkehr – daher kaum Entlastung der B34
    Alternative: Optimierung B34 mit Tunnellösungen. Der BUND hält die Hochrheinautobahn (A98) für besonders naturzerstörend und verkehrlich fragwürdig. Er fordert den Ausbau der Bundesstraße 34, da die A98 ohnehin hinter Tiengen „im Acker ende“
    Aktueller Stand: In Bau 2,5 km, in Planung 34 km

  • "Aktionsbündnis A100 stoppen!" gegen die A 100
    Projekt: Stadtautobahn in Berlin
    de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_100

    Widerstand: aktiv ++ www.a100stoppen.de/

  • "BI Saaletal" gegen A 143
    Projekt: Westumfahrung Halle
    Kosten: 240 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Zerschneidung der letzten großflächig ungestörten und unzerschnittenen Naturlandschaften im Ballungsraum Halle-Leipzig. Naturpark „Unteres Saaletal“ verliert zwischen Halle und Wettin seinen Wert als naturnaher Erholungsraum. Auf nur 12 km Trassenlänge sind 34 Naturschutzobjekte betroffen. Geplante Trasse schädigt 3 Natura-2000-Gebiete; massive Verstöße gegen europäisches Naturschutzrecht (FFH-Richtline).
    Gegenargumente: Kein ausreichender Bedarf; amtliche Verkehrsprognosen sind massiv überhöht.
    Aktuelle Situation: Im Bau 12,7 km

    Widerstand: bi-saaletal.de

  • "StoppT A445" gegen A 445 Werl-Hamm
    Projektnummer: A445-G10-NW ++ Dringlichkeit: Vordringlicher Bedarf
    N 4 (4-streifiger Neubau) auf 8 Km für 99 Mio. EUR
    Akt. Planungsstand: Bekanntgabe Planfeststellungsbeschluss Januar 2021

    Bürgerinitiative: StoppT A445 Werl-Hamm e.V., stoppt-a445.de/
    www.instagram.com/stoppt_a445/ ++ @stoppta ++ stoppt_a_445@web.de
    Widerstandssysmbol ist das blaue X (Kreuz), ...

  • "Bürgerinitiative Porz-Langel" gegen die Querung A 553
    Projekt: A553 AK Köln-Godorf (A555) - AD Köln-Lind (A59)
    www.bvwp-projekte.de/strasse/A553-G10-NW/A553-G10-NW.html
    Widerstand: www.rheinspange.org

Bundesstraßen
  • B3 Südschnellweg in Hannover
    Autobahnähnlicher Ausbau der B3 durch die Leinemasch ohne berücksichtigung des Radverkehrs. Mehr dazu in der taz und beim ADFC ++ Petition

    Widerstand: Bündnis gegen den Ausbau des Südschnellwegs: ADFC Region Hannover,ADFC Stadt Hannover, BUND Region Hannover, Extinction Rebellion Hannover, FridaysForFuture Hannover, HannovAIR Connection, NABU Hannover, ParentsForFuture Hannover und Region
    PlatzDa!, Transition Town Hannover, VCD Hannover, VeloCityNight

  • "Interessengemeinschaft Landschaft Südwest" (IGLSW) und "B10 transitfrei jetzt!" gegen die B 10
    Projekt: Vierspurige Ausbau der B10
    www.bvwp-projekte.de/strasse/B10-G11-RP/B10-G11-RP.html
    Kosten: 360 Millionen Euro
    Umweltauswirkungen: Ohne jede Notwendigkeit wird das einmalige Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen durch die geplante Ost-West Autobahnschneise zerteilt und großräumig zerstört.
    Aktueller Stand: In Planung

    Widerstand: b10-transitfrei-jetzt.info

  • Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner "Stoppt B15 neu!" gegen B 15n
    Projekt: Längstes Straßenbauprojekt von Bayern, sehr umstritten, bis jetzt noch nicht im Bau, sondern 92 km in Planung. Die Straße ist von ihren Dimensionen her eher eine Autobahn, als eine Bundesstraße.
    Kosten: 182 Millionen Euro

    Widerstand: stop-b15-neu.de

  • "Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg" gegen B 26n
    Projekt: 49 Kilometer Neubau Westtangente Würzburg
    www.bvwp-projekte.de/strasse/B026-G044-BY/B026-G044-BY.html
    Kosten: 498 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Erhebliche zusätzliche Landschaftszerschneidung
    Gegenargument: Nur 7% Verkehrsentlastung von Würzburg; Verlärmung von Karlstadt
    Alternative: Vorhandene A7 und A3 nutzen für Lösung im Bestand
    Aktueller Stand: In Planung, mehr Infos unter www.mainpost.de/dossier/westumgehung-wuerzburg

    Widerstand: b26n.org

  • B27 zwischen Nehren und Bodelshausen
    Projekt: Bau der B27n

    Widerstand: "bündnis nachhaltige mobilität STEINLACHTAL" fordert vor allem eine Vertunnelung des Neubaus ++ www.b27neu.de

  • "Schutzgemeinschaft Josseleraue" gegen B 49
    Projekt: Bau von Umgehungsstraßen um Reiskirchen (und eventuell Grünberg)
    www.bvwp-projekte.de/strasse/B49-G10-HE/B49-G10-HE.html
    Kosten: 31,1 Millionen Euro
    Umweltauswirkungen: Zerstörung von Naherholungsgebieten und Beeinträchtigung des NSG Jossellertal.
    Alternativen: Nicht nötig, da Verkehrsmenge auf der B49 zwischen Vogelsberg und Gießen seit Jahren abnimmt. Zudem parallel zu Vogelsbergbahn und Autobahn A 5.
    Aktueller Stand: Planfestgestellt, Verwaltungsklage läuft.

    Infos und Widerstand: b49.siehe.website

  • "Bündnis Pro Mensch & Natur – Kein Neubau der B239" gegen B 239
    Projekt: www.bvwp-projekte.de/strasse/B239-G20-NW/B239-G20-NW.html
    Kosten: Mindestens 100 Millionen Euro
    Umweltauswirkungen: Über 50 Hektar Naturlandschaften, Ackerflächen und Wohngebiete werden vernichtet, fast 100 Hektar Landschaftsschutzflächen zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen. Naherholungsgebiete zwischen Bad Salzuflen und Lage werden zerstückelt oder ganz zerstört.
    Aktueller Stand: In Planung

    Widerstand: www.b239n.net ++ b239n-neindanke.de

  • "BI Nordtangente" gegen B388n
    Projekt: Neubau Nordtangente Passau
    www.bvwp-projekte.de/strasse/B388-G050-BY/B388-G050-BY.html
    Kosten: Mindestens 60 Millionen Euro
    Umweltfolgen: Zerstörung Naherholungsgebiet; Zerschneidung FFH-Gebiete
    Gegenargument: Problem Berufsverkehr – bleibende Belastung
    Alternative: Ausbau öffentlicher Nahverkehr in Passau
    Aktueller Stand: In Planung

    Widerstand: bi-nordtangente.de/aktuelles/index.html

  • "Beltretter" gegen Fehmarnbeltquerung
    Projekt: Der geplante 18 Kilometer lange Absenktunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rödby auf Lolland ist eines der größten Verkehrsvorhaben in Europa.
    Kosten: 7,1 Milliarden € für Tunnel + Hinterlandanbindgung 3,1 Milliarden u. a. für die 19 km B207
    Umweltfolgen: Vielleicht eine der größten Umweltsünden Nordeuropas. Wenn ein besonders geschütztes Meeresgebiet (FFH-Gebiet 1332-301 „Fehmarnbelt“) mit einem Vorhaben durchschnitten werden soll, für das ein 100 Meter breiter, über 60 Meter tiefer und 20 Kilometer langer Krater gebaggert werden muss, um wie geplant die Tunnelelemente zu versenken, hat dies massive Auswirkungen auf das schon stark angegriffene Ökosystem Ostsee.
    Gegenargumente: Es gibt viel zu wenig Bedarf, zu teuer und zu hohe Umweltschäden
    Alternativen: nicht geprüft
    Aktuelle Situation: In Planung, juristisch ist das Projekt Anfang November 2020 ohne Auflagen vor dem Oberverwaltungsgericht in Leipzig durchgesetzt worden. Es könnte nur noch von der Bundesregierung gestoppt werden, da es ein Staatsvertrag mit Dänemark ist.

    Widerstand: Seit mehr als 25 Jahren aktiv.

Die obigen Angaben sind aus der Broschüre "Road Raging" entnommen worden und wurden seitdem ergänzt. Das war schon gleich zu Beginn nötig, weil neben den gut zusammengestellten Informationen und einigen Rückblicken auch erkennbar war, dass selbstorganisierte und label-kritischen Aktivist*innenzusammenhänge möglichst ausgeblendet bleiben sollten. So wurde der Ursprung der Danni-Besetzung in die FridaysForFuture-Aktivitäten verlegt, zudem fehlen auch die aus diesen Zusammenhängen stammenden Internetlinks und Veröffentlichungen über kreative Aktionsformen - obwohl die im deutschsprachigen Raum schon diejenigen mit dem meisten Materialumfang und der längsten Tradition sind.

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