KEIN NEUBAU DER B49 IM KREIS GIESSEN!
Stand der Bauarbeiten
Rettet die Jossolleraue! ● B49: Fiese Tricks für Straßen ● Die Trasse ● Plan mit manipulierten Zahlen ● Höfe/Natur/Erholung in Gefahr ● Neubau gefährdet Sanierungen ● Parteien, Behörden, Betonfans ● Ausbaupläne für Grünberg ● Alternativen: Bahn, Rad ... ● Stand der Bauarbeiten ● Klagen, Anträge (Rechtswege) ● Aktivitäten ● Materialien zur B49
Im Jahr 2023 erfolgten Probebohrungen, um den Untergrund zu untersuchen. Zudem wurden einige Bäume gepflanzt als sogenannte Ausgleichsmaßnahmen. Bisschen Grün, dann ist alles gut ... auch bei Straßen wird Greenwashing betrieben.
Akurat, aber ökologisch ziemlich sinnfrei: Neue Baumplantage an der Trasse
Die erste größere Maßnahme war dann auch eine solche Ausgleichsmaßnahme. Denn auf der Trasse kommen geschützte Arten vor. Laut Plan sollten die "vergrämt", sprich verscheucht werden. Die Zauneidechse bekommt eine neue Heimat, die künstlich angelegt wird - mit großem Aufwand. Auch hier ist die konkrete Umsetzung eher bizarr. Funktionieren wird das vermutlich nicht. Aber den Planvorgaben wurde Genüge getan - die Planierraupen können rollen.
Löcher buddeln und Kram reinwerfen - Eidechsenbiotopbasteln im August 2024

Baubeginn wird verschoben - 2025 wohl noch kein Start
Im Herbst 2024 mehrten sich die Anzeichen, dass der geplante Baubeginn Anfang 2025 wohl nicht zustande kommt, weil die Finanzierung durch die Bundesregierung noch nicht geklärt war. Als dann die Regierung auch noch zerbrach, klappte es mit dem Haushalt ohnehin nicht mehr richtig.- Bericht "Nach Ampel-Aus: Baubeginn 2025 steht infrage", in: Gießener Allgemeine am 8.11.2024
Spekulationen über Finanzierung und Baubeginn
Im Oktober 2025 meldete ntv: Für das Verkehrsressort von Patrick Schnieder soll es deutlich mehr Geld geben. Für die Infrastruktur in dem Bereich soll es drei Milliarden Euro zusätzlich geben. "Alles was baureif ist, wird gebaut", so der CSU-Chef Markus Söder.Das klang nach einer Drohung und zeigte deutlich, dass Klimaschutz, Verkehrswende usw. in der Politik nicht mehr relevant sind. Alles wirkt wie eine große Untergangsparty, bei der aber einige draußen bleiben müssen (denn gleichzeitig wurde beschlossen, das Bürgergeld abzuschaffen und die Grundsicherung bei Nichtunterwerfung unter Zwang(sarbeit) schnell auf Null (!) zu kürzen. Und bestimmt sind noch andere Gemeinheiten beschlossen worden.
Vorangegangen waren Spekulationen um eine sog. "Streichliste". Die umfasste etliche Straßenneubauten, die aus Kostengründen zurückgestellt oder gestrichen werden sollten. Da war die B49-Südumgehung dabei. Es gab etliche Dementis, aber am Ende blieb vor allem Unklarheit.
- Bericht "Streichliste: Stehen 28 Straßenbauprojekte in Hessen auf der Kippe?" mit Nennung der B49-Umgehung, auf: hessenschau.de am 8.10.2025
- Bericht über die Aussage "Was baureif ist, wird gebaut" und was das für die B49 bedeutet, in: Gießener Allgemeine am 9.10.2025
Geldfreigabe und Bauvorbereitungen im Winter 2025/26
Ende 2025 wurde dann klar, dass nun mit dem Bau der B49 begonnen werden könnte: Es besteht Baurecht und das Geld ist freigebeben. Nun müssen noch die Ausschreibungen für die Baufirmen erfolgen - dann könnte es losgeben. Die Planungsbehörde "Hessen Mobil" (Standort: Schotten) hat im Februar 2026 zwei Bauflächen vorbereitet, auf denen folglich im Sommerhalbjahr 2026 die Arbeiten an den dort vorgesehenen Brücken beginnen können.
Baustelle an der Straße nach Hattenrod (Koordinaten: 50.58861076840899, 8.83355099747242)
Brückenbaustelle am Pferdehof südlich Lindenstruth (rosa Rechtseck, Koordinaten: 50.58739099351266, 8.855132631931863) und Zielbiotop für die Eidechsenumsiedlung (rosa Dreieck)