Gießen autofrei

VERKEHRSWENDE IN GIEßEN: DIE KONKRETEN VORSCHLÄGE

Pläne für konkrete Plätze oder Straßenabschnitte


1. Fahrradstraßen, Tramlinien und eine Flaniermeile
2. Forderungen, Wünsche, Ziele ... unser Verkehrswendeplan
3. Zu Fuß: Autofreie Innenstadt, Flaniermeile entlang der Wieseck und mehr
4. Fahrradstraßen: Innerer Anlagenring, Innenstadtdurchfahrten, Trassen in alle Stadtteile
5. Anlagenring und mehr als Fahrradstraße: Bürgerinnen*antrag an die Stadt Gießen
6. RegioTram: Zwei Straßenbahnlinien mit Anschluss ins Umland - und weitere Strecken in Stadtteile
7. Klingt exotisch, bringt es aber: Seilbahnen als Ergänzung
8. Stadtteile im Nordosten: Wieseck und rund um die Philosophenhöhe
9. Pläne für konkrete Plätze oder Straßenabschnitte
10. Nulltarif in und um Gießen
11. Verkehrsunternehmen, Politik und Medien
12. Parteien zur Verkehrswende in Gießen (Kommunalwahl 2021)
13. Beiräte, NGOs, Berater*innen usw.
14. Verkehrserzeuger*innen und Pro-Auto-Lobby
15. Links
16. Das war der erste Vorschlag (2017): Plan, Text und Flyer
17. Kontaktformular für Anfragen und alle, die mitmachen wollen

Für einige markante Punkte haben wir genauer überlegt, was da gehen könnte.

Grünberger Straße
Zwischen Ludwigsplatz und Licher Gabel: 7 (!) Autospuren, null für Fahrrad
Der Rekordhalter im Verhältnis Auto - Fahrrad - Fußweg:
  • Sieben (!) Spuren für Autos (5 Fahrspuren, 2 Parkstreifen)
  • Nichts für Fahrräder
  • Beidseitig schmale und baufällige Fußwege (die mitunter noch zusätzlich zugeparkt werden.



Wir fordern:
  • Der Fußweg wird auf den Parkstreifen ausgedehnt, also schön breit, mit Platz für kleine Straßencafés, Sitzgelegenheiten und Begrünung.
  • Die bisherigen fünf Fahrspuren werden dann wie folgt aufgeteilt:
    • Außen je eine 3/4-Spur für die beiden RegioTram-Gleise (also beidseitig direkt am Fußweg).
    • Nördliche Straßenmitte 1,5 Spuren für eine Zweirichtungs-Fahrradstraße mit direktem Anschluss an Fahrradstraßen aus Richtung Roonstraße sowie umgebaute Anbindung von Gartenstraße und aus Richtung Fröbelstraße.
    • Verbleibende südliche Straßenmitte: Je Richtung eine Fahrspur für Autos mit Tempo 30.
    • Nur noch je eine Spur pro Richtung für Autos (südliche, also die bisher stadtauswärts führenden Spuren).
    • 1,5 Spuren in der Mitte werden zu einem Zwei-Richtungs-Fahradweg.

Interessant ist, dass der Beweis längst erbracht ist: Eine Spur reicht pro Richtung auf Grünberger Straße nahe Ludwigsplatz. Das zeigte eine Baustellenphase in 2014, über die die Gießener Allgemeine am 16.9.2014 berichtete.
Derzeit ist nämlich die rechte der beiden Fahrspuren aufgrund von Ausbesserungsarbeiten am Fahrbahnrand gesperrt. Doch hat die dadurch erfolgte Einschränkung des motorisierten Verkehrs auf eine Spur aus Sicht der städtischen Verantwortlichen keine nennenswerten Probleme im Verkehrsfluss verursacht.
Die Erkenntnis der Stadtverwaltung führte jedoch nicht zum Handeln. Nach Ende der Baustelle fuhren die Autos wieder auf allen fünf Spuren plus zwei Parkstreifen - kein Platz für Fahrräder und nur schmale Fußwege in schlechtem Zustand.

  • Variante: Auf diesen breiten Straßen nur noch Fußgänger*innen plus den Straßenbahnsträngen, auf denen auch Busverkehr zugelassen ist. Die Autos fahren über Moltkestraße und Ostanlage zum Berliner Platz (wenn sie da noch hinwollen). Die Fahrradverbindung führt dann von der Fröbelstraße zur Roonstraße und dann zum Berliner Platz.
  • Weitere Variante: Die RegioTram über die Moltkestraße mit Haltestelle an der THM und dann breite Fußgänger*innenwege neben Fahrradstraße und zwei verbleibenden Autospuren auf der Grünberger. Das wäre vor allem spannend.
  • Sollte es an einzelnen Stellen Platzprobleme geben, kann die RegioTram auch abschnittsweise eingleisig geführt werden. Die sich begegnenden Wägen warten dann z.B. an Haltestellen oder vor Ampelkreuzungen (dann mit 2 Gleisen) aufeinander.

Grünberger Straße von Licher Gabel bis zur Autobahn siehe auf dieser Seite

Neustadt
In unserem Verkehrswendeplan soll die Neustadt zur Fußgänger*innenzone mit Fahrradstraße und Straßenbahn werden. Beim Aktionstag am 3.5.2019 haben wir die Straße für einen Tag autobefreit. Ab Sommer 2019 geschah das für längere Zeit - durch eine Baustelle, die sich wegen archäologischer Funde verlängerte. Unser Vorschlag: Gar nicht erst als Straße wieder eröffnen und die Kosten für das Zuteeren sparen zugunsten der zukünftigen Lösung ohne Autos.

Presseinfo am 22.10.2019
Neustadt-Sperrung nutzen: Nur noch für Busse, Lieferverkehr und Fahrräder öffnen!
In der Gießener Neustadt wird gebaut – kein Auto kann passieren. Das wollen Aktive aus der Gießener Verkehrswende-Initiative so behalten. Sie erheben die Forderung, die Straße gleich in eine fußgänger*innen- und radfahrer*innenfreundliche Straße ohne Parkplätze zu verwandeln, in der nur noch Busse und – eventuell zeitlich begrenzt –, der Lieferverkehr fahren dürfen. Dadurch würde eine wichtige Straße, auf der der Parkplatzsuchverkehr die Lebensqualität der Innenstadt erheblich vermindert, vom Autoverkehr befreit, der Busverkehr beschleunigt und die Querung der Innenstadt für Radfahrer*innen verbessert werden. Das wäre ein wichtiger Schritt zur Verkehrswende, heißt es aus dem Kreis der Verkehrswende-Aktiven. Auch in der Bahnhofstraße würde dadurch der Verkehr abnehmen. Geprüft werden sollte deren Sperrung ab Schanzenstraße, die Mühlstraße könnte über die Albert-Schweitzer-Straße bis zur Verwirklichung der gesamten autofreien Innenstadt für Anlieger erreichbar gemacht werden.


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