Ankündigungstext war: Im Kapitalismus, in der das menschliche Handeln dem Prinzip “Aus Geld mache mehr Geld” unterworfen wird, ist auch die Technik diesem Zweck unterworfen. Nur insoweit sie diesen Zweck unterstützt, wird sie genutzt und weiter entwickelt. Allerdings ist diese menschen- und naturfeindliche Orientierung kein untrennbarer Anteil der Technik selbst, sondern eine Folge der Bedingungen, unter denen sie entwickelt wird. Technikentwicklung nähme in herrschaftsfreien Zeiten eine andere Richtung, weil sie auf anderen Logiken basiert. Realisiert wird, an was Menschen interessiert sind – und zwar von sich aus, nicht aus dem Zwang zur Verwertung oder dem Willen zur Beherrschung anderer. Weil sie ihr Wissen nicht vor Anderen abschotten können, ist jede Erfindung potentiell für alle gut. Und weil das unmittelbar einleuchtend ist, wird auch das Interesse steigen, dass Wissen sich austauscht und verbreitet. Nur unter Profit- und Machtgesichtspunkten ist es vorteilhaft, wenn Wissen gehortet, patentiert oder geheim gehalten wird.
Videomitschnitt des Vortrags "Technik & Herrschaftsfreiheit" (Referent: Jörg Bergstedt) am Dienstag, 14.5.2019 ab 20 c.t. an der Uni Tübingen ++ auf Youtube
Worte gegen das System der Herrschaft Input zu "Kritik der Demokratie" am 25.11.2025 in Koblenz
Im Ringen um eine echte Transformation des VW-Konzerns hin zu einem vergesellschafteten Betrieb, der Busse und Straßenbahnen baut, erwiesen sich Polizei und Justiz (neben der IG Metall) als heftige Kämpferinnen für Konzerninteressen. In seinem Anfangsstatement schilderte der für seine kritischen Beiträge angeklagte und bereits vorher mehrfach direkt attackierte Journalist Jörg Bergstedt die Abläufe der vergangenen Jahre. Der Prozess, in dem er das darstellte, wurde dann selbst zu einem beeindruckenden Beispiel ungenierter Rechtsbeugung im Sinne von Volkswagen. ++ unterparagraphen.siehe.website ++ vw.siehe.website