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REGENWASSER

Das Wasser sammeln


1. Nutzen, nicht weglaufen lassen!
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3. Quanta kosta?

Interessant sind vor allem die Dachflächen. Mit Ausnahme von Grasdächern fließt das Wasser in der Regel schnell ab. Dort, wo die Fallrohre zur Erde gehen, können dieselben angezapft und das Wasser umgelenkt werden. Durch geschickte Planung können lange Rohrstrecken vermieden werden, wenn zB der Regenwasserspeicher in die Nähe eines der Fallrohre kommt oder die Dachrinnen am Dach im Gefälle geändert und das Fallrohr an die andere Seite gelötet bzw. gesteckt wird.

Hier ist am günstigsten, einen Plan zu zeichnen und diesen dann umzusetzen. Dann kann auch gut berechnet werden, wieviel Meter welchen Fallrohres benötigt wird. Der Abzweig von den Fallrohren sollte an möglichst wenigen Stellen erfolgen, da hier jeweils ein Filter einzubauen ist - und der kostet Geld (200 bis 800,- DM je nach Wassermenge und Filterqualität). Wenn alle Fallrohre an einer Stelle zusammengeführt werden können (an der Wand, im Keller oder unterirdisch), ist das gut. Die Rohre führen dann in den Filter und aus diesem zwei Rohre hinaus - das eine zum Speicher, das andere, das auch die Schmutzfracht (Sand, Blätter usw.) mittransportiert, wieder in die Kanalisation oder auch in einen Gartenteich, Sumpfbeet u.ä.

Der Speicher
Grundsätzlich sind drei Varianten möglich. Die erste bedeutet, einen vorhandenen Speicher zu nutzen. Viele Grundstücke verfügen noch über alte Zisternen, Klärgruben, Sickergruben u.ä. Diese können ausgepumpt, ausgeräumt und gesäubert sowie dann gedichtet werden. Der Zulauf vom Filter führt in diese Grube. Zudem muß ein Überlauf geschaffen werden, der bei Überfüllung das Wasser ab einem bestimmten Wasserstand wieder in den Kanal laufen läßt (einfaches Rohr auf Höhe des maximalen Wasserstandes). Die Nutzung einer Zisterne ist besonders dann praktisch, wenn diese leicht zu reinigen ist und in der Nähe der Fallrohre bzw. des Hauses liegt, in dem die späteren Wasserverbraucher (Toiletten usw.) stehen. Als zweite Möglichkeit kann ein Erdtank vergraben werden. Die Vorgehensweise ist ansonsten die gleiche. Der Platz sollte gleich sinnvoll ausgewählt werden. Als dritte Variante kommen Tanks im Keller in Frage. Standort wäre in unmittelbarer Nähe vom Fallrohr (bzw. dem Punkt, wo die Fallrohre zusammengeführt wurden), damit das Wasser in den Speicher und das Rest- bzw. Überlaufwasser wieder aus diesem herauskann. Denn auch ein solcher Speicher braucht einen Überlauf. Lassen die bestehenden Türen keine großen Speicher durch, so können mehrere kleine miteinander verbunden werden. Denken Sie daran: Der Speicher sollte ausreichend groß sein, damit das wertvolle Wasser auch aufgefangen werden kann. Für Einfamilienhäuser sind Größen zwischen 1000 und 2000 Liter sinnvoll.

Die Pumpe
Pumpe und Regelung ergeben zusammen ein Hauswasserwerk, daß ein kleines Wunder darstellt. Obwohl recht klein und auch nur zwischen 600 und 1500,- DM teuer schafft es wartungsfrei den gleichen Komfort wie ein Trinkwasseranschluß. Die Pumpe saugt das Wasser aus dem Speicher an und pumpt es zu den Verbrauchern. Ein Druckmesser mißt den Wasserdruck in der Leitung. Dieser ist in der Regel zwischen 2 und 3 bar, so daß das Wasser ähnlich dem Leitungswasserdruck aus Hähnen bzw. in die Toilettenspülkästen läuft. Wir d nun irgendwo ein Hahn geöffnet oder eine Toilette gespült, sinkt der Druck. Das registriert der Druckmesser und die Pumpe schaltet automatisch an. Nach Schließen des Hahnes baut sich der Druck neu auf und die Pumpe stoppt.

Zum Hauswasserwerk gehört noch ein Trockenlaufschutz, d.h. ein Schwimmer, der die Pumpe abschaltet, wenn Wasser fehlt. In gleichen Moment sollte dann der Tank mit Trinkwasser nachgefüllt werden, damit Toiletten usw. auch bei ausbleibendem Regenwasser funktionieren. Hier ist zu beachten, daß keine direkte Verbindung von Regenwasser und Trinkwasserleitung entstehen darf, um eine Verschmutzung des Trinkwassers auszuschließen. In der Regel wird daher eine Trinkwasserleitung mit Magnetventil oben an den Speicher geführt. Meldet der Schwimmer Wasserknappheit, so geht das Magnetventil auf und das Wasser fließt im freien Fall in den Speicher - bis eben der Schwimmer wieder reagiert und das Magnetventil schließt bzw. die Pumpe anschaltet.

Die Verteilung
Für die Regenwasserversorgung müssen die Verbraucher (Hahn für Garten und zum Putzen, Toiletten und eventuell Waschmaschine) eine gesonderte Zuleitung bekommen. Diese kann mit allen Stoffen erfolgen, die in der Sanitärtechnik bekannt sind. Schnell und einfach geht es mit PE-Rohren. Abzweigstücke, Anschlüsse und alles weitere sind im Baustoffhandel leicht zu bekommen. Um den Materialeinsatz (Kostensparen!) und die notwendigen Löcher und Schlitze in den Wänden zu minimieren, ist auch hier eine gute Planung notwen dig. Häufig liegen Toiletten und Naßzellen in Häusern neben oder übereinander. Dann kann die Leitung genau dort geführt werden.

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