Verkehrswende im Wiesecktal

BIOTECH NEEDS A SENSE
GENTECHNIK BRAUCHT DIE SENSE!

Aktionsideen, Tipps, Berichte


Gentechnik=Labor-Kapitalismus Aktionsideen, Tipps, Berichte Aus "Die molekulare Invasion" Material für Aktionen Felder und Pflanzen Rechtliches Links

20 Jahre Feldbefreiung in Gießen - Start einer erfolgreichen Polit-Kampagne
Anfang Mai 2006 kündigten Umweltschützer*innen und Gentechnikkritiker*innen die Zerstörung eines Versuchsfeldes der Uni Gießen mit gentechnisch veränderter Gerste an. Das Feld war ohne öffentliche Beteiligung per Sofortvollzug genehmigt und mit Fördermitteln aus der Biosicherheitsforschung finanziert worden, diente aber tatsächlich eher kommerziellen Zwecken. Die Ankündigung einer Zerstörung ist als solches ein Aufreger und damit ein gutes Mittel, Aufmerksamkeit und inhaltliche Auseinandersetzung zu forcieren. Das gelang auch. Am Tag der Aktion lief aber nicht alles wie geplant ... und endete schließlich im Gefängnis. Gelohnt hat es sich aber doch: Die Aktion war Startschuss einer kreativen, mehrjährigen Kampagne gegen die kommerzielle Agrogentechnik, die im Jahr 2012 mit dem Aus allen Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland endete. ++ gentechnik.siehe.website



Gentechnikfreie Regionen und Aktivitäten gegen Gentechnik in Hessen ...

Hinweis für Pachtverträge
Wer Grundbesitzer_innen (z.B. Kirche, Gemeinde, Land ...) dafür gewinnt, nur noch an Höfe zu verpachten, die gentechnikfrei wirtschaften, sollte die folgende (oder eine ähnliche) Formulierung in die Pachtverträge schreiben: "Der Pächter verpflichtet sich, auf den mit diesem Vertrag verpachteten Flächen, aus allen weiteren von ihm genutzten Flächen und in der Fütterung seiner Tiere keine gentechnisch veränderten Tiere, Pflanzen oder Pflanzenbestandteile einzusetzen." Noch besser ist, auch den Einsatz von Spritzmitteln auszuschließen.

Im Original: Die Kombination: Direkte Aktion und Aneignung
Alles, was Menschen tun oder von sich geben, ist beeinflusst durch die eigenen Ziele, Erfahrungen, Sichtweisen und Interessen. Das ist bei diesem Newsletter so – und überall. Insofern interpretieren Menschen selbst die Vorgänge unterschiedlich, wenn sie am gleichen Ort in das gleiche Geschehen eingebunden sind. Hinsichtlich der Wirksamkeit von politischem Protest ist daher immer richtig, dass genaue Voraussagen nicht möglich sind. Vieles spricht aber dafür, dass allein Appelle an die Mächtigen nicht reichen – egal ob sie über Demos, Überschriftenlisten oder die in Mode gekommenen Klicks auf vorgefertigte Massenmails abgesandt werden. Im Kampf gegen die Agrogentechnik, der 2012 immerhin dazu führte, dass es in Deutschland keine Felder mehr gibt, spielten direkte Aktionen an den Konfliktorten eine herausragende Rolle. Insofern wirkt zunächst seltsam, dass sie in vielen Rückblicken großer Verbände gar nicht erwähnt werden. Das ist aber erklärbar, weil die PR-Abteilungen der von hauptamtlichen Apparaten geführten Organisationen dafür sorgen, dass Text und Inhalt an das Interesse, Spenden zu akquirieren, angepasst werden. Neuestes Beispiel ist eine Beilage des Gen-ethischen Netzwerks zur "taz" unter dem Titel "25 Jahre Widerstand". Nur wenn es um eines gar nicht geht in dieser Veröffentlichung, dann um Widerstand. Vermeintlich wird die Geschichte des Agrogentechnikwiderstands dargestellt, aber Feldbefreiungen und –besetzungen tauchen in der Schrift schlicht gar nicht auf. Das ist umso überraschender, als das GeN hier seinen Ursprung hat – in der Vernetzung von Basisinitiativen und unter anderem Feldbesetzungen. Doch offenbar ist selbst die eigene Geschichtsschreibung bedarfsgerecht für die Spendenakquise im gut situierten Bildungsbürger_innentum optimiert. Unter dem Stichwort "Widerstand" findet sich nur die Mitgliedschaft des GeN in einem Aktionsbündnis. Mehr nicht. Da braucht es absurderweise die Öffentlichkeitsarbeit der geschlagenen Gentechniklobby, die nicht müde wird, die kreativen und militanten direkten Aktionen als Hauptproblem zu brandmarken.
Allerdings ist das so oder so zu wenig. Aktion, die Konzernen und Regierungen bei ihrem Treiben wehtun, ist gut. Aber sie ist immer das Hinterherlaufen hinter Entwicklungen. Besser ist, gewonnene Kraft auch dafür zu nutzen, sich die Gestaltungsmittel in dieser Welt auf Dauer anzueignen. Beispiele:
• Versorgungsnetze aneignen: Wenn Strom- oder Wassernetze den Menschen gehören, können die selbst entscheiden, wie alles abläuft, welche Umweltgesichtspunkte berücksichtigt werden usw.: Keine ständiges Appellieren mehr an die Mächtigen, kein Zittern vor den Wahlen. Allerdings muss dazu auch wirklich eine Trägerstruktur gebildet werden, die eine Beteiligung der Menschen auf gleicher Augenhöhe garantiert. Kommunale Träger, in denen abgehalfterte oder über Korruptionsskandale gestolperte Politiker_innen untergebracht werden, sind das sicher nicht. Als jahrzehntelang bereits agierendes Vorbild können die Elektrizitätswerke Schönau dienen.
• SoLaWi: Für den landwirtschaftlichen Bereich geht die Idee der solidarischen Landwirtschaften in diese Richtung. Sicherlich ist das nur ein Anfang und noch immer sehr stark an Geldflüssen ausgerichtet – zumindest dann, wenn die Einteilung in Produzent_innen und Konsument_innen noch sehr klar ist. Trotzdem werden hier wichtige Lebensbereich dem Diktat von Markt und Konkurrenzdruck entzogen. Das schafft Freiräume für selbstbestimmte Gestaltung. Deshalb sei hier auch noch einmal eine deutliche Lanze dafür gebrochen, solidarische Landwirtschaften aufzubauen statt weiter in der Marktwirtschaft die bessere Welt zusammenkaufen zu wollen!

... und überall

Feldbefreiungen

Feldbesetzungen

Blockaden und Behinderungen der Institutionen und Konzerne

Fussballspielen auf Maisfeldern?

Sabotage und Militanz
  • Glasbruch bei Syngenta in Maintal (Mai 2007)

Links zu Aktionsberichten auf der Beispielseite zu Direct-Action ++ Besetzungsbeispiele
Aktionsideen-Wiki zu Gentechnik ... eigene Ideen einfach dazu tragen!


Strafanzeigen gegen Gentechnik

Klagen und Petitionen gegen die Gentechnik

Kommentar zum Sessel-Aktivismus:
Das mag alles seinen Sinn ergeben als Begleitmusik - aber Mausklicks vom warmen Wohnzimmer aus oder Spenden an RechtsanwältInnen sind keine widerständige Praxis. Da muss mehr kommen. Schade, dass die meisten, die solche Klagen oder Online-Aktionen starten, auf anderen Protestformen gar nicht hinweisen und auch sichtbar keine Lust haben.

Klagen gegen die Freisetzung von Gentech-Pflanzen zu Versuchszwecken

Weitere Projekte

Futtermittel

"Nur" gentechnikfrei ... ist zu wenig!

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